Wuta Sturzflugtauben

Herkunft: Die Heimat dieser Taube ist Griechenland, und ist seit den 80ern  in Deutschland bekannt. 

Flugstil: Der Flugstil ähnelt dem der Wammen -Tauben. Rascher Aufstieg,

möglichst bis Punkthöhe. Der Absturz erfolgt senkrecht und ohne Unterbrechung.

Flugkasten: Sehr gut für den Flugkasten geeignet.

Eingewöhnung junger Wutas

Das Eingewöhnen junger ( oder auch alter ) Tauben erfolgt normaler weise immer auf die gleiche Art: Sie werden zunächst für einige Tage ´´ unter Draht ´´ gesetzt. Das bedeutet, dass sie im Einflug/ Sputnik - den Weg ins Schlaginnere versperrt - sitzen. Auf diese Weise lernen sie die Umgebung des Schlages optisch kennen, was natürlich vor dem ersten Freiflug von hoher Wichtigkeit ist. Sturzflieger haben jedoch in der Regel keine Einflüge, da sie durch die geöffnete Tür gestartet werden und ebenso wieder in den Schlag zurück gelangen. Zum Eingewöhnen meiner Wuta in den Gartenschlag gehe ich wie folgt vor: Auf dem Dach befindet sich eine Platte aus Holz ( Bretter, da diese Wetterbeständig sind; Spanplatte würde bei Regen aufquellen ). Als Ausgleich des Dachgefälles ist unterseitig zusätzlich eine Dachlatte angeschraubt. Auf diese Bodenplatte stelle ich nun eine Art Ausstellungskäfig. Hierbei ist unbedingt darauf zu achten, dass Käfig und Bodenplatte nicht zu leicht sind. Die Platte könnte durch eine Windböe wegfliegen und der Käfig durch Gedränge der Tauben von der Platte geschoben werden. So untergebracht haben die Wuta eine Rundumsicht und können sich die Umgebung problemlos einprägen. Auch wenn ich noch nie erlebt habe, dass junge Wuta von sich aus abfliegen und auch ein einfaches setzen auf das Schlagdach denselben Zweck erfüllen würde, liegen für mich die Vorteile der Käfigvariante auf der Hand: Sie sind sicher vor Greifvögeln und Katzen. Sollten sich die Tauben doch einmal vor etwas erschrecken, haben sie keine Möglichkeit das Weite zu suchen. Ich setze sie nach dem Aufenthalt im Freien mit der Hand zurück in den Schlag; so können sie in Ruhe `` Schlagliebe `` entwickeln und haben nicht viel Neues auf einmal zu erlernen. Das Training kann nun schrittweise erfolgen. Zunächst werden die Wuta zwar in den Käfig gesetzt, jedoch nur im Schlag gefüttert. Dies mache ich ungefähr 5 - 7 Tage. Die Tauben sind danach futterfest. Bereits eingeflogene Wuta bekommen bei mir auch einen Teil ihrer Futterration auf einem ´´ Landebrett ´´ vor dem Schlag. Dies ist zum Droppen eines Stiches hilfreich, da Tauben die nicht mitfliegen als zusätzliche Locktauben agieren. Nach öffnen der Schlagtür fliegen sie zum Landebrett um dort Körner zu picken. Nach den 5 - 7 Tagen öffne ich die Schiebetüren des Käfigs und füttere die bereits eingewöhnten Tauben auf dem Landebrett vor dem Schlag. Normalerweise dauert es nicht lange, bis die Jungen nun aus dem Käfig zu ihren Artgenossen auf den Boden fliegen und dort mit zu picken. Sollten die Jungen danach nicht gleich in den Schlag fliegen, wo es den Rest der Futterration gibt, ist es hilfreich dort zunächst nur einige Körner zu verfüttern. Die volle Ration gibt es erst, wenn alle im Schlag sind, da andernfalls die Gefahr besteht, das die satten Tauben den Schlag bereits wieder verlassen. Diese sind dann normalerweise zum Einfliegen schwer zu bewegen. Nachdem ich mit den Jungen ca. 5 Tage diese Phase wiederholt habe, werden sie dann das erste Mal aus einigen Metern Entfernung vom Schlag gestartet und das Flugtraining kann beginnen.

 

J. Isensee Gruppe 2