Bursa Roller

Herkunft:
Bursa-Roller, benannt nach der gleichnamigen Stadt, stammen aus der Marmara- Region in der Türkei und zählen zu den ältesten Rollerrassen. Ihre Entstehung geht ins 14. Jahrhundert zurück.
Aussehen:
Bursa sind gut mittelgroße, gestreckt, leicht aufrecht stehende Tauben, welche die Schwingen über dem Schwanz tragen. Sie kommen nur glattköpfig und glattfüßig in den Farben schwarz Weißschlag-Weisschwanz. Das heißt, der Körper ist Schwarz, 6-8 Handschwingen sowie Schwanz, Decke und Kiel sind weiß.
Eigenschaften:
Bursa Roller werden im Heimatland in Stichen von mehreren Tauben (mind. acht bis 20 oder mehr) geflogen, wobei ein lockerer Trupp gewünscht wird. Der schnelle Flug ist „gewürzt“ mit bis zu 30 Metern tiefen Rollvorgängen und Sturzflügen, wobei die Tauben immer wieder zum Stich zurückkehren. Trotzdem sind sie ausdauernde Flieger, die in große Höhen aufsteigen können. Je nach Linie sind die Flugeigenschaften leicht anders.
Bursa sind eher scheue Tauben mit gutem Orientierungssinn, die ihre Jungen gut aufziehen

Bursa Roller (Oynar) ALMANCA

Die Taube hat ihren Namen von der ersten osmanischen Hauptstadt Bursa, die Stadt wurde um 1326 von dem SULTAN OSMAN GAZI erobert. Es ist der kayiboyu Stamm der Oguz Türken. Man sagt dies nicht nur, sondern es soll auch ein osmanisches Buch geben, welches im türkischen Stadtarchiv aufbewahrt wird. Es handelt sich hier um den ELVIYA CELEBI, der ein Reisender war, welcher das Gesehene aufschrieb. Er erwähnte den Bursa Roller um 1640 wie er rollte. DIESE TIERE WURDEN VON DEN OSMANEN MITGEBRACHT. Der Oynar(örtliche Benennung)wird heute noch in Bursa, Inegöl,Yenisehir, Kemalpassah und Istanbul gezüchtet. Sie konnten sich nicht in der ganzen Türkei durchsetzen. Da sie einen eigenartigen Flugstiel haben. Nur am Anfang des Fluges ein Truppflug ca. bis 50m Höhe. Erwünscht wird danach aber ein Solohochflug mit einem ruderartigen Flügelschlag, welcher in Bursa Makas Almak oder Kirpma genannt wird und aus einem Langflug mit seltenen aber langem Rollen (Makara) besteht. Zu den Sonderwünschen der Züchter gehören auch das Drehen ohne Vorwarnen und ein harter Einstieg. Die Rolle sollte eng und sauber sein, dass sich optisch ein schwarzer Ball ergibt, welcher weiß umrandetet ist . Es soll früher Wetten gemacht worden sein, wo die Gäste des Züchters 8 bis 10 Tiere in der Luft nicht zählen konnten, weil sie kreuz- und querflogen. Sie sollten auch immer wieder Höhenwechsel machen. Sie dürfen aber auch Stürze im 45-Gradwinkel vorführen. Die Vorliebe der Züchter ist ein feurige rasantes Fliegen. Eine wichtige Eigenschaft ist noch, dass sie ein sehr Vermögen heimzufinden haben. Es gibt ungefähr 10 Hauptfamilien, die sich untereinander sehr gering unterscheiden. Die Hauptmerkmale sind immer gleich.

Das Optimum ist, die ersten 7 Schwungfedern sollten weiß sein. Die Deckfeder der ersten 7 Schwungfedern sollten schwarz oder besser noch weiß sein. Damit die Flügel runder wirken. 
Das aber ist Geschmackssache. Die Schwanzfedern müssen 12 Stück sein. In keinem Fall  mehr. Und diese größtenteils weiß. Der Rest des Körpers tief schwarz. Diese Tiere werden akkanat genant. Tiere mit weißem Schwanz nennt man karakanat ( es gibt sie auch komplett in weiß  süt beyaz oder ganz selten in Mülakat blau). Die Augen weiß oder blau, in der Türkei spricht man von trockenen Rosenblättern (gül kurusu). Der Augenring sollte kräftig ausgebildet sein. Der Schnabel kräftig, lang

 und breit. Es wird der helle Schnabel bevorzugt. Während das Schwarz am Ansatz des Schnabel (zikir) keine Sünde ist. Der Glanz der Federn kann in violett oder im grünlichem Schimmer (schahal) sein. Während die 1. Glanzform mehr geschätzt wird. Schöner ist es, wenn der Glanz sich auch auf dem Rücken befindet. Die Füße sollten tief rot sein. Es werden keine Strümpfe geduldet. Kopf und Körperform ist ein örtlicher Geschmack, aber die Urformen sind wohl Rund- (cili), Klotz- (takoz) und Schlangenköpfe (yilankafa). Die Brust sollte breit sein. Die Taube ist ein mittelgroßes Tier, das einen stolzen Eindruck herüber bringt. Man sagt, dass dieses Tier nicht sehr einfach zu züchten ist. Es ist sehr nervös und wählerisch, was die Auswahl des Nistplatzes betrifft. 

Sie haben einen eigenen Kopf. Sind auch wählerisch, was ihren Partner angeht. Das ist aber im Vergleich  mit anderen Taubenrassen. Die Tiere sollen sehr kräftig fliegen und auch sehr schön zum anschauen sein.

Es ist die Suche nach dem perfekten Tier. Aber man sollte nicht vergessen, das Perfekte ist nicht zu erreichen, denn es gibt immer etwas zu verbessern.

Ahmet Efeoglu